Achtung Schafe

Titelbild Sulawiki


Öfter mal die Weide wechseln

In der modernen Welt gibt es immer weniger freie Flächen für wandernde Schafsherden. So leben in Europa und im englischen Sprachraum (Australien, Neuseeland, Südafrika, Nordamerika) viele Schafe in sogenannter Koppelhaltung.

Auch dieses eingezäunte Schafsleben ist besser, wenn öfter mal die Weide gewechselt wird. Diese Form der Schafhaltung "Koppelhaltung mit wechselnden Standorten".

Mit Glück erlebt man den Wechsel zwischen den Koppeln zu Fuß mit Schäfersleuten und Hütehunden. Sehr viel häufiger ist allerdings, dass die Schafe auf Anhängern verladen und zum nächsten Weideplatz gefahren werden.

Jeder Standort benötigt gute Zäune, die evtl. umgebaut werden müssen. Ebenso wichtig ist, dass die Schafe dort mit frischem Wasser versorgt werden. Zäune, Wasserbehälter und manchmal auch Unterstände sind mobil. So gibt es z.B. Anhänger, die als mobile Ställe genutzt werden.

Zur Lammzeit wird die Herde in der Nähe des Hofes im Stall sein. Am Hof lagern wahrscheinlich auch die Heuvorräte für die Winterfütterung, wenn die Weiden nicht mehr ausreichen.


Das Wechseln der Weide hat mehrere Vorteile:

1. Die Schafe nehmen Abstand von ihren Hinterlassenschaften und sind so vor einigen Krankheitserregern (v.a. Würmer) geschützt, die sich im Boden oder im Kot sammeln können.

2. Der Schafskot ist wertvoller Dünger für den Boden, allerdings soll es für den Boden auch nicht zu viel sein.
Günstiger ist es, die wertvollen Gaben auf möglichst viel Land zu verteilen. Außerdem verbreiten Schafe mit ihrem Kot Wildblumen und andere Samen und tragen so zur Artenvielfalt bei.

3. Die von den Schafen kurz gefressenen Pflanzen brauchen Zeit, um wieder nachzuwachsen. Ausgebreitete Pflanzensamen brauchen Zeit, sich im neuen Boden zu entwickeln.
Seite aktualisiert am 04.06.2009
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