Südliches AfrikaWeiße Merinowolle von weißen Farmen Südliches Afrika, das ist die Republik Südafrika mit den kleinerern Staaten Lesotho und Swaziland inmitten des Territoriums, und auch die Nachbarstaaten Namibia, Botswana und Zimbabwe. Zwischen diesen Staaten gibt es lange traditionelle, sprachliche, historische und wirtschaftliche Verbindungen - und schon lange lange Schafe. Die traditionellen Schafe in Afrika sind kurzhaarige Dickschwanzschafe, die heute noch in trockenen Gebieten Namibias verbreitet sind, wie z.B. das Damaraschaf. Für die weniger heißen Gegenden wurde für die kleinbäuerliche Fleischerzeugung das schwarz- und weißköpfige Dorperschaf gezüchtet, ein robustes Schaf mit natürlichem Fellwechsel, welches besonders stabiles Leder erzeugt. Die Leute halten diese Schafe in kleinen Herden, um Vorräte für Feste und Fleischbedarf zu haben. Als in den vergangenen Jahrhunderten europäische Farmer ertragreiche Gebiete im südlichen Afrika für ihre exportorientierte Wirtschaftsweise in Anspruch nahmen, wurden Schafe zur Wollerzeugung eingeführt. Merinowollschafe in Südafrika Spanien hatte im 16. Jahrhundert gezeigt, dass mit Wolle von Merinoschafen das ganz große Geld zu machen ist. Im hoch gelegenen Lesotho und auf den großen Farmen der südafrikanischen Provinz Eastern Cape entwickelte sich im 19. und 20. Jahrhundert eine vergleichbare Wollwirtschaft, wobei nicht nur Rohwolle exportiert wurde und wird, sondern sich auch die wollverarbeitendes Hamndwerk und Industrie entwickelte. In den letzten Jahrzehnten können die kleinen Betriebe, in denen gewaschen, gesponnen, gefärbt und gewebt wird, kaum noch bestehen, der Trend geht auch hier zu effizienten Großanlagen. Nur zum Scheren tun sich kleine Schafshaltungen in Genossenschaften zusammen. Alle Rohwolle wird dann nach Port Elizabeth an das Auktionshaus verkauft und von wollverarbeitenden Großbetrieben aufgekauft. Aus Port Elizabeth wird dann die berarbeitete Wolle an große Tuchfabriken verkauft, z.B. Pietermaritzburg, von wo sie dann zwecks Herstellung von Textilien oft wieder zurückkehren in die Orte, aus denen die Wolle stammt. Doch die wirtschaftlich erfolgreichen Schafszüchter in Südafrika sind nicht nur die, die auf Merinowollschafe setzen, auch im Bereich Fleischerzeugung gibt es große weiße Farmen, die z.T. riesenhafte Fleischschafe wie den Meatmaster [www] züchten und das Fleisch sehr gewinnbringend verkaufen. So zeigen sich die gesellschaftlichen Unterschiede in Südafrika an den unterschiedlichen Schafarten und Herdengrößen, die die Menschen sich leisten können. eine Himba-Familie im Kaokoland, Namibia, mit ihren Schafen Einige Links zu Schafen im südlichen Afrika: Damara und Dorper sind hier auf Englisch beschrieben: 101 Breeds [www] Zusammenschluss verschiedener Schafszuchtverbände: Woolgrowers [www] Auf dieser südafrikanischen Ranch werden die Merino-Wollschafe mit Pferden gehütet: Juriesfontain [www] |