Tikis lustiges Lexikon![]() hat in seinem "Schäfchenbuch" - erschienen bei scm-Brockhaus [www] - ein humoriges Lexikon rund um schafsnahe Begriffe und Redewendungen geschrieben und illustriert: Tiki Küstenmacher : Aschafenburg belämmert – Grundgefühl des Hirten, wenn zu viele junge Schafe in seiner Herde sind Bescherung – Ausdruck der Dankbarkeit von Schafen, wenn der Gang zum Friseur glimpflich abgelaufen ist („Das war eine schöne Bescherung“) Bock, keinen B. haben – Zustandsbeschreibung weiblicher Single-Schafe Bockbier – Lieblingsgetränk männlicher Schafe, siehe auch: Milchschaf Bocks – Behältnis zum Transport männlicher Schafe Bockser – männliches Schaf, das dem Faustkampf (Bockskampf) frönt Böcklin – kleines männliches Schaf mit großem künstlerischem Talent (Spezialität: Gemälde), von seinen Freunden liebevoll „Arnold“ genannt Dalai Lamma – (1) Leithammel tibetischer Schafe; (2) Aufforderung, sich gelegentlich ein Jungschaf auszuborgen Daressalamm – siehe Lammbda Dilemma – Plural von „das Lamm“ Dreck, sich einen D. scheren – Ergebnis bei der Schur eines unsauberen Schafes Ewollution – allmählich sich fortentwickelnde Wollqualität bei Schafen Fellachen – Zwerchfellbeanspruchende Lebensäußerung von Schafen, wenn sie gekitzelt werden Felle, ein Mann für alle – umschreibender Ausdruck für einen Schafscherer Hammelbeine – untere Extremitäten kastrierter männlicher Schafe, aufgrund orthopädischer Eingriffe mit vorheriger Ankündigung meist außerordentlich gestreckt Hammelsprung – aus der Schafswelt übernommenes Ritual in der Politik. Fröhlich hüpfend wie kastrierte männliche Schafe verschwinden deutsche Bundestagsabgeordnete durch drei verschiedene Türen Hammlet – Omelette mit Hammelfleisch – dänische Spezialität. Gegenstand eines Dramas von William Shakespeare. Berühmt wurde die Szene, in der ein junger Mann in beeinträchtigtem Geisteszustand über die Bühne läuft und mit einem Totenschädel philosophiert. Es gehört zu den großen Mysterien der Weltliteratur, dass bis heute nicht klar ist, was das mit besagter Eierspeise zu tun haben soll. Heidschnucke – attraktives weibliches Schaf, das noch nicht zum christlichen Glauben gekommen ist Hello Dolly – Musical zu Ehren des ersten Klonschafs. Als Film mit Barbra Streisand in der Titelrolle Herdentrieb – Grundhaltung einer Gruppe von Schafen, die nur das Eine wollen Hirtenbrief – (1) Abschlussdiplom der deutschen Schäferprüfung; (2) Rundschreiben des Hirten an seine Schafe; wegen seines in der Regel erfreulichen Inhalts unter diesen gemeinhin „Entzücklika“ genannt Hirtenstab – Beraterkreis des Schäfers Hürden – Hindernisse, die Hirten ihren Schafen in den Weg stellen Hütehund – Deutscher Schäferhund mit mehreren Dienstmützen inwollvieren – sich im eigenen Fell verheddern Islamm – arabische Aufforderung, von einem Schafsfleischgericht zu kosten Klauen – das illegitime Entwenden von Schafsfüßen Klonschaf – (eigentlich:Clownschaf) Schaf, das gerne den Possenreißer gibt Kolammbo – Lamm im Trenchcoat, das sich für einen Polizei-Inspektor hält Koscher – Gehilfe des Scherkopfs Küblböck – männliche Brillenschafe, die den Frust über den Nichtgewinn eines Talentschuppens durch rüdes Fahrverhalten kompensieren. Diese Persönlichkeitsstörung ist seither in der Psychologie auch als „Gurkenlaster“ bekannt Lamm Montanara – possierliches Südtiroler Maskottchenschaf, dem nach einem immer noch virulenten Volksglauben die Steinriesen Guten Tag sagen und eine männliche Gesangsgruppe das Schäfchen in melodiöser Form darauf aufmerksam macht („Hörst du, Lamm Montanara, die Berge? Sie grüßen dich!“) Lamma – (1) Kurzform für Mutterschaf (Langform: Lammmama);(2) südamerikanisches Spuckschaf Lammarck – Zahlungsmittel unter Schafen vor Einführung des Lammeuro Lammbada – Brunfttanz südamerikanischer Jungschafe Lammbarene – Antwort eines Berliner Mitarbeiters Albert Schweitzers im Urwaldkrankenhaus in Gabun auf die Frage eines Touristen, wie viel Lokale für Schafe es am Ort gebe (wörtlich: „Lammbar? Eene!“) Lammbda – im griechischen Urtext des Neuen Testaments: Ausruf des Hirten, der sein verlorenes Schaf gefunden hat. Im von Jesus erzählten aramäischen Original hat er wahrscheinlich „Daressalam“ gerufen Lammbdasonde – modernes Suchgerät zum Auffinden verlorener Schafe Lammbert – bester Freund von Lammernie Lammborghini – italienisches Auto-Unternehmen, das sich auf sündteure Sportwagen für die Zielgruppe der Jungschafe spezialisiert hat Lammbrusco – italienisches Hirtenschimpfwort für ein alkoholisiertes Schaf; dt. Übersetzung etwa: „Du Riesenflasche!“ Lammelle – veraltetes Längenmaß, nach dem der Wuchs von Jungschafen gemessen wurde Lammento – Klagelied sich benachteiligt fühlender Jungschafe lammfromm – Bezeichnung für ein gläubiges Schaf von konservativ-vorbildlichem Lebenswandel Lammetta – (1) dünne, silberne Metallstreifen, die die ihren Hirten folgenden Schafe im Stall von Bethlehem drapierten; (2) Bezeichnung für Kopfschmuck bei Schafen Lamminat – theologische Abkürzung für „Das Jungschaf im Alten Testament“ Lammpe – Jungschaf, dem ein Licht aufgeht Lammpen – Aufforderung eines Hirten an ein Jungschaf, endlich zu schlafen Lammpendocht – zweite Aufforderung eines Hirten an ein Jungschaf, endlich zu schlafen Lammpenfieber – im Schlaf auftretendes Grippesymptom bei Jungschafen Lammpion – Sieger eines sportlichen Wettkampfes unter Jungschafen Lammur – erste Schafsliebe Leithammel – Chef der Selbsthilfegruppe kastrierter männlicher Schafe Mäander – umständlich verschlungenes Flusstal, in dem von Archäologen Überreste einer Vorform des heutigen Schafes ausgegraben wurde: der Mäandertaler Mädel – weibliches Schaf Mäeutik – die Lehre vom Milchschaf Mäh – Schaf-Ausdruck für „Ja“. Nein heißt: „Mäh non“ Mähdrescher – überzogen autoritärer Hirte Mählangkoliker (1) Schaf, das aufgrund permanenten Lautausstoßens krampfartige Leibschmerzen bekommt; (2) Schaf, das aufgrund permanenter krampfartiger Leibschmerzen Laute ausstößt. Wegen der täuschend ähnlichen Symptomatik werden diese Schafe oft verwechselt Mähren – finnische Hirschart, die Schafslaute imitieren kann Mähsonette – (1) zweistöckiger Schafstall; (2) Kompliment an ein Schaf, weil es so schöne Laute von sich gibt Mähtresse – Geliebte des Leithammels Milchschaf – Schaf, das keinen Alkohol zu sich nimmt (auch kein Bockbier) Mufflon – schlechtgelauntes Schaf Neidhammel – kastriertes männliches Schaf, das sich krumm ärgert, weil es nicht Leithammel ist Nullbock – absoluter Versager unter den männlichen Schafen Oberhirte – Schäfer, der seinen Schafen das Gras auf einem Tablett serviert Osterlamm – Schaf aus den (inzwischen nicht mehr ganz so)neuen Bundesländern, auch Ostlerlamm genannt Perwoll – Maßeinheit für den Koeffizienten, der den Anteil des Gesamtgewichts des Schafes im Verhältnis zur Wolle festlegt:0,5 Gramm Schafsgewicht Perwoll. Kehrwert von Wollprogramm Prellbock – männliches Schaf, das seine Rechnungen nicht bezahlt Das Schäfchenbuch im RBt Verlag Rammbock (1) aggressiver Haudrauf unter den männlichen Schafen; (2) (auch in der Schreibweise RAM-Bock) männliches Organisations-Schaf mit gutem Gedächtnis, ohne das weder im Arbeitsspeicher (eine Art Vorrats- und Lagerraum, in dem die Tiere schuften müssen wie die Tiere) noch auf der Festplatte (eine Art Tanzboden oder Disco für Feiern unter Schafen) sich irgendetwas regen würdeRewollution – Aufstand der Schafe gegen ihren Hirten Schäfchen im Trockenen – in der Wüste umherirrende herrenlose Herde kleiner Schafe Schäfchenwolke – aufgewirbelter Staub, wenn eine Schafherde Gas gibt Schäferstündchen – kleine Gebetsversammlung pietistischer Hirten in Württemberg Schaf, schwarzes – Vertreter einer ethnischen Minderheit in Schafherden Schafgarbe – Anteil der Ernte, den der Bauer für seine Schafe vorgesehen hat, vergleichbar der biblischen Erstlingsgarbe Schafkälte – subjektives Empfinden kahlgeschorener Tiere Schafkopf – bayrischer Ausdruck für Leithammel Schafner – Schaf, das kontrolliert, ob die Mitschafe sich zu Recht in der Herde befinden Schafott – mittelalterliche Hinrichtungsstätte für Schafe Schafrichter – Henker, der im Mittelalter unter Schafen die Todesstrafe durch Enthauptung auf dem Schafott vollstreckte, wenn diese sich der Schur entzogen oder den Schäferhund beleidigt hatten Schafsfelle – grammatische Formen; es gibt davon vier: das Schaf, des Schafes, dem Schaf, das Schaf Schaftelhuber – extrem umtriebiges Schaf Scher dich weg – Aufforderung unter Schafen zum Suizid per Ganzrasur Scherereien – abfälliger Ausdruck unter Schafen für die Schurprozeduren Schergen – Erbanlage von Schafscherern Scherkopf – Chef der Schafrasiertruppe Scherzen – buddhistische Meditationsmethode für Schafe, um das Trauma des Haarverlustes zur verarbeiten Scherzo – Tiergarten, in dem nur kahlrasierte Schafe zu besichtigen sind Schlachtruf – Warnsignal der Schafe, wenn sie in akute Lebensgefahr geraten Schorlemmer, Friedrich – Hirte aus Ostdeutschland, der seine Schäfchen rasiert hat. Dafür erhielt er den Friedenspreis des Deutschen Kuhhandels Schur – (1) Redensart britischer Schafe, wenn sie sich ganz sicher sind, dass man ihnen an die Wolle will: „I’m Schur“; (2) letzter Gruß unter französischen Schafen vor dem Gang zum Friseur: „Bon Schur“ Schurigeln – kleine Waldtiere, die bei der Schafschur zum Rasieren benutzt werden Schwangerschaft, ungewollte – seltene Erbkrankheit bei Mutterschafen, die vor der Entbindung sämtliche Haare verlieren Schweigen der Lämmer – entsetztes Verstummen der Jungschafe angesichts der furchtbaren Eingriffe Hannibals, des Lektors dieses Buches Shakespeare, William – englischer Dichter, der eine Dramen-Trilogie geschrieben hat über einen Schäfer, der entsetzt feststellen muss, dass seiner Herde die Haare ausgehen (Teil 1: „Was? Ihr wollt?“; . wollen). Im zweiten Teil dieses Werkes ist das Entsetzen des Schäfers merklich abgekühlt und er hat sich scheinbar zu einer Laisser-faire-Haltung entschlossen („Wie es euch gefellt“). Im dritten Teil und tragischen Höhepunkt merkt man aber, dass unter der coolen Oberfläche ein tödliches Feuer brodelte: Der Hirte schlachtet seine Schafe und lässt sie zum Bestandteil einer Eierspeise werden (Hammlet) Sündenbock – männliches Schaf, das sich drastische Verfehlungen hat zuschulden kommen lassen und zur Strafe als vor-olympisches Sportgerät herhalten musste Unschuldslamm – Jungschaf, das es nicht gewesen sein will Volvo - wo du wolle? Widder nix – Ruf eines Kölner Schäfers, wenn das neugeborene Lämmchen erneut kein Junge ist Widderlich – Bezeichnung für einen ekelerregenden Auftritt eines männlichen Schafs Widdersacher – Unmutsäußerung eines männlichen Zuchtschafes, das zum wiederholten Male im selben Wiener Nobelhotel einquartiert wird Wo du Wolle? – unwirsche Anfrage eines Schäfer-Azubis an ein Schaf, weil er dessen Behaarung nicht findet. Ihre schwedischen Kollegen fragen in diesem Fall kurz: „Volvo?“ Wolf im Schafspelz – (1) Mummenschanz eines Raubtiers; (2) Karnevalskostüm des Liedermachers Wolf Biermann Woll – Erkennungsruf westfälischer Hirten Wolle, in der W. gefärbt – Beschreibung für Punk- oder Techno-Schafe Wolle mer se reilasse? – Frage von Schafen im Umland von Mainz, die sich unsicher sind, ob sie den Schafscherern Einlass in den Stall gewähren lassen sollen Wolle, sich in der W. haben – euphemistischer Ausdruck für den Liebesakt der Schafe wollen – Haarausfall bei Schafen Wollga – Spitzname des legendären russischen Zuchtschafs Olga, nachdem es die neunte goldene Wollertragsmedaille der UdSSR verliehen bekommen hatte Wollgast – Bezeichnung, die von Tierheimen für Schafe benutzt wird, die während der Urlaubsreise der Hirten dort in Pension gegeben werden Wollhynien – Verbannungsgebiet für Schafe während der Stalin-Ära Wollontär – Schaf, das sich gegen geringes Entgelt freiwillig rasieren lässt Wollprogramm – Maßeinheit für den Koeffizienten, der den Anteil der Wolle am Gesamtgewicht des Schafes festlegt: 0,5 Gramm Wollprogramm Gesamtgewicht. Kehrwert von Perwoll Wolllust – libidinöser Trieb des Schafscherers, dem Fetischismus verwandt Das Schäfchenbuch im RBt Verlag Wollumen – Rauminhalt der geschorenen Wolle pro SchafWollpullover (Woll-pul-lover) – intimer Freund eines weiblichen Schafes, der mit seinen Klauen in deren Fell herummacht Zwolle – (1) Ertrag niederländischer Schafe; (2) Bestandteil einer Redewendung, in der hessische Hirten Schafe zurechtweisen, die lieber zum Grasen auf die Nachbarweide gehen möchten: „Du hast nix zwolle“ |