Was bin ich - fragt das Findel-Lamm![]() Vor einem guten halben Jahr klopfte es an Reas Tür. "Hier. Hast´n Sack. Guck mal, ob´s noch lebt. Wurde vor zwei Tagen geboren, die Mutter nimmt es nicht an." Und weg war der Nachbar. Und da war Elly: Winzig klein, hat noch nicht zu essen und zu trinken bekommen, zu schwach zum Blöken. Aber Rea hatte alles, was man für Flaschenlämmer braucht: Eine Nuckelflasche, eingefrotrene Biestmich (das ist die erste wichtige Milchration, die Mutterschafe nach der Geburt produzieren) und viel Erfahrung mit dem Kümmern um Lämmer, die nicht von ihrer Mutter versorgt werden können. Elly trank sofort, berappelte sich, lernte laufen und lernte vor allem, dass Rea ihre Schafmama ist. Nein, nicht die Flasche oder irgendeine Flaschenhalterin, wie andere Flaschenlämmer das sehen, nein, sondern genau diese zweibeinige Rea muss einfach die Mama sein. Schon nach kurzer Zeit hatte Elly nicht nur eine neue Mama sondern auch eine beste Freundin gefunden. Die war wenigstens ein richtiges Schaf, die auch schon von Rea mit der Flasche gefüttert wurde. Von Freddy weiß man, dass beide Eltern ostfriesische Milchschafe sind, von Elly weiß man weniger über ihre Eltern und Großeltern. Freddy ist zwar viel kleiner als ihre Altersgenossen aber im Vergleich zu ihrer kleinen Freundin Elly ein richtig propperes Kerlchen. Beide leben ein glückliches Schafleben mit vielen Menschenfreunden und geben uns ein kleines Rätsel auf: Was für eine Sorte Schaf ist Elly? Angenommen, alle vier Großeltern wären von einer unterschiedlichen Schafrasse. Welche vier könnten wohl in Elly drinstecken? Man beachte: die Kopfform, die Ohren und Hörneransätze, den Körperbau, die Wolle und den Schwanz siehe: Wörterbuch der Schafrassen |