Gehst du als Hexe oder Vampir?
Als Ritter, Fee oder Prinzessin?
Oder hast du dir etwas ganz anderes ausgedacht?
Weihnachten ist kaum vorbei – und schon ist wieder Fasching. Alle, die mitfeiern wollen, müssen sich verkleiden. In manchen Städten in Deutschland sind die Läden geschlossen, die Schule fällt aus und es finden große Faschingsumzüge statt. An Fasching ist es erlaubt, soviel Quatsch zu machen, wie man nur will. Die Frauen und Mädchen dürfen den Männern sogar die Schlipse abschneiden.
Fasching oder Karneval ist ein uraltes Fest. Ursprünglich war es ein Fruchtbarkeitsfest. Ähnlich wie beim Erntedankfest wurde die Fruchtbarkeit der Erde oder der Götter gefeiert. Im Mittelalter feierte man Fasching im Frühling. Mit Schellen, Rasseln und anderen Musikinstrumenten machten die Menschen einen Riesenlärm. Damit sollten die Geister des Winters vertrieben werden.
Weil es kein christliches Fest war, sah es die Kirche nicht gern und wollte den Menschen verbieten, Fasching zu feiern. Aber die Menschen hielten an ihren alten Bräuchen fest. Deshalb musste die Kirche das Fest übernehmen.
Heute findet Fasching oder Karneval unmittelbar vor der Fastenzeit statt. Das ist die Zeit unmittelbar vor Ostern. Gläubige Christen verzichten in dieser Zeit noch heute auf Fleisch, Alkohol, Süßigkeiten oder andere schlechte Angewohnheiten wie Rauchen oder Fernsehen. Das Wort Karneval leitet sich aus dem Lateinischen „carne vale“ ab. Das bedeutet „Lebe wohl,. Fleisch“. Bevor die Fastenzeit beginnt, dürfen die Menschen noch einmal richtig auf die Pauke hauen – natürlich auch diejenigen, die auf gar nichts verzichten.
Fasching wird auf der ganzen Welt gefeiert. Berühmt ist zum Beispiel der Karneval in Venedig. Hier kann man das ganze Jahr über ausgefallene Masken und Kostüme kaufen. Hier entstand die „Commedia dell’ Arte“, eine Theatertruppe, die im Karneval lustige Stücke aufführte. Hier entstanden viele Figuren, die für den italienischen Karneval typisch sind – zum Beispiel der Harlekin. Noch heute werden in Italien während des Karnevals in den Straßen Theaterstücke gespielt. Diese handeln oft von aktuellen politischen Themen. Die Menschen tragen oft Masken, die Politiker oder andere berühmte Personen darstellen.
Auch der Karneval in Rio de Janerio ist auf der ganzen Welt berühmt. Dort findet ein großer Umzug statt. Der Umzug heißt Sambadrome und alle Tanzschulen der Stadt beteiligen sich. Jede Tanzschule ihre eigenen Kostüme entworfen, jder Schule führt ihr eingenes Programm vor. Auch Touristen dürfen sich am Karnevalszug beteiligen. Voraussetzung ist aber, dass sie mitsingen und mittanzen. Es gibt auch einen Karnevalskönig. Er heißt Rei Momo und ist meist ein ziemlich dicker Mann. Der Momo passt auf, dass alle im Karneval fröhlich sind, viel tanzen und viel singen.
Bastelecke : Masken selbst gemacht
Masken gehören zu Fasching in Italien. Und Masken haben einen Vorteil: Wenn du eine Maske trägst, kann man dein Gesicht nicht sehen. Deshalb ist es viel schwerer, zu erkennen, wer du bist. Masken kannst du ganz leicht selbst machen.
Tellermasken
Schneide in einen weißen Pappteller zwei Augenlöcher. Klebe mit einem Stück Tesakrepp einen kurzen Stock auf die Rückseite der Maske, mamit du sie vor dein Gesicht halten kannst. Nun musst du deine Maske nur noch bemalen oder bekleben.
Übrigens: Die Rückseite des Tellers lässt sich besser bemalen oder bekleben, weil sie nicht so glatt ist.
Tipp: Nach Fasching ist die Maske eine schöne Dekoration für dein Kinderzimmer.
Tütenmasken
Schneide in eine große Papiertüte Augenlöcher und bemalen und beklebe sie bunt. An Fasching kannst du die Maske über den Kopf ziehen. Wetten, dass niemand dich erkennt?
Ballonmasken
Blase einen großen Luftballon auf. Klebe mit viel Tapetenkleister viele Schichten Zeitungspapier herum. Achtung: Dort wo du den Ballon aufgeblasen hast, dafrst du den Ballon nicht verkleben, hier schlüpfst du später mit dem Kopf in die Maske. Klebe noch eine Nase an – beispielsweise einen Joghurtbecher oder einen Zeitungsball. Wenn das Zeitungspapier gut getrocknet ist,lässt du den Luftballon platzen und ziehst ihn heraus. Dann schneidest du die Halsöffnung passend, schneidest Augenlöcher in deine Maske und malst sie bunt an – fertig!
Kochecke : Masken aus Brot
Faschingsmasken zum Essen
Das ist eine gute Idee. Diese Brotmasken schmecken gut und sind eine prima Überraschung für die nächste Faschingsparty.
Du brauchst:
- 500 Gramm Mehl
- ¼ Teelöffel gemahlener Koriander
- 1 Teelöffel gemahlener Kümmel
- 1 Päckchen Trockenhefe
- 1 Teelöffel Salz
- ¼ Liter Wasser
- 2 Esslöffel Olivenöl.
- Zum Verzieren: Kümmel (ganz), Mohn, Sesam, süßes Paprikapulver, gemahlene Nüsse, Röstzwiebeln, geriebenen Käse usw.
Verknete das Mehl, die Gewürze, die Hefe, das Salz und das Wasser zu einem Teig. Wenn der Teig klebrig ist, gib noch etwas Mehl dazu, ist er fest und krümelig, braucht er noch etwas Wasser. Forme aus dem Teig eine Kugel. Gib das Öl in eine Schüssel, wälze die Teigkugel darin und lasse sie 45 Minuten gehen.
Teile den Teig in mehrere Kugeln. Rolle die Kugeln zu ovalen Masken aus. Aus kleineren Kugeln kannst du Nasen formen, die du in die Gesichter legst. Mit dem Kümmel, Mohn, Sesam usw. kannst du Augen, Mund und Haare formen. Backe die Brötchen im vorgeheizten Ofen bei 220 Grad 20 Minuten.
Spiele für die Faschingsparty
Luftballontanz
Steckt zu zweit je einen Luftballon zwischen eure Bäuche. Nun müsst ihr tanzen, ohne dass der Ballon hinunterfällt.
Brezelschnappen
Knotet Salzbrezeln an eine Schnur und hängt sie im Zimmer auf. Nun müsst ihr die Brezeln essen. Ihr dürft aber eure Hände zum Essen nicht benutzen.
Mumienwickeln
Findet euch paarweise zusammen. Jedes Paar bekommt eine Rolle Klopapier. Einer wickelt den anderen ein. Wenn ihr alle fertig seid, dürfen diejenigen, die eingewickelt sind, das Papier mit all ihrer Kraft sprengen.
Herzlichen Dank an Jule Philippi. Sie hat diesen Faschingsberichtsowie die Bastel-, Koch- und Spielecke für "Wir Kinder aus Süllerbrook" zusammengetragen.